Dramatische Inszenierung der „Johannes Passion“

STADTLOHN. An vielen Orten finden zur Fastenzeit Passionsspiele- und -konzerte statt, so auch am Karfreitag in der Stadtlohner Josefskirche. Johann Sebastian Bachs Johannespassion erklang dort dramatisch und als packende Inszenierung geleitet von Konzertmeister und Dirigent Eric Kotterink. Von Hanne Feldhaus-Tenhumberg

Der Euregiochor, das Kurion-Orchstester samt der Gambistin Antje Plieg-Oemig, der versierte Gijs van Schonhooven an der Orgel, sowie die fünf Gesangssolisten fesselten das Publikum mit nuancierter Dynamik und großer Klangqualität. Trotz der modernen Instrumente spielte das Orchester vibratoarm im klaren Barockstil.

Erfürchtige Schauer
Eingangs von den Instrumentalisten ertönten die eindringlichen Tonrepititionen, dann Umspielungen bis schließlich der Chor einsetzte. „Herr, unser Herrscher“ ließ den Zuhörer ehrfürchtig vor Bachs Tonwerk erschauern. Als Evangelist hatte Tenor Christoph Wittmann einiges zu rezitieren. In der Rolle von Jesus setzte der Bariton Christian Dahm Zeichen: „Er ist ein Herrscher, aber nicht von dieser Welt“. Der Bariton Serg Novique als Pilatus hätte Jesus lieber freigelassen, doch dieser will seinen Weg gehen. José Scholten (Alt) mit reichem Vibrato wurde von den Tiefen des Fagotts in der Arie „Von den Stricken meiner Sünden“ getragen.

Stehende Ovationen
Judith Hoffmann interpretierte mit klarem Sopran die Arie „Zerfließe mein Herz“ so innig, dass die Herzen der Zuhörer ebenfalls dahin schmelzen. Der Abschlusschoral „Ruhet wohl“ und das finale Miteinander nehmen die Anwesenden nach stehenden Ovationen gerne in Gedanken mit nach Hause. (Quelle: Münsterland-Zeitung)

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