Konzert in der Stadthalle: Schwungvoll ins neue Jahr

STADTLOHN Ein schwungvolles Konzert zum Jahresbeginn erlebten die vielen Zuhörer am Samstagabend in der Stadthalle beim Neujahrskonzert des Euregio-Konzertchores und der Kammerphilharmonie Dortmund.
Von Friederike Funk

Nach der Begrüßung mit guten Wünschen für das Jahr 2012 durch Stadtlohns Bürgermeister Helmut Könning gab Dirigent Eric Kotterink sogleich den Einsatz für die Introduktion von Franz Lehars „Die lustige Witwe“.

Äußerst turbulent begannen die Musiker, bis der Tenor Hans Vriezen auf der Bühne erschien und mit kräftiger Stimme „Verehrte Damen und Herren“ sang. Es folgte ein Beitrag des Moderators Adalbert Galli, der einige Informationen zum Inhalt der Operette „Die lustige Witwe“ gab. Sie spiele sich auf einem rauschenden Fest der Pariser Vertretung des Balkankleinstaats Pontevedro ab, wo der Hausherr die millionenschwere lustige Witwe Hanna mit dem Grafen Danilo verheiraten wolle, um den drohenden Bankrott des Vaterlandes abzuwenden.

Spott mit erhobenem Finger

Die folgenden Ausschnitte aus dem ersten Akt charakterisierten die elegante Pariser Klangwelt mit berauschenden Walzerthemen. So sang die Sopranistin Sonja Mäsing als Hanna in dem tänzerischen Lied „Bitte meine Herren“ mit leuchtendem und klarem Timbre. Auch schauspielerisches Talent zeigte Vriezen, als er in „O Vaterland“ über das Podest schlenderte und mit erhobenem Zeigefinger „Hahaha“ spottete.

Das Publikum ließ sich mitreißen von der Frische und Lebenslust, die Chor und Orchester voller Energie ausstrahlten.Nach dem heiteren „Kaiserwalzer“ von Strauß konnten sich die Zuhörer in der Pause bei einem Glas Sekt austauschen, bevor es mit Teilen des zweiten Aktes, der von Folklore in seiner ganzen Buntheit erfüllt war, weiterging. Summendes PublikumIn witziger Weise führte der Moderator das Publikum durch das Programm, indem er Anekdoten über Lehar erzählte. Die männlichen Chormitglieder drückten in einem Marsch schließlich ihr Unverständnis der Frauen aus, was sie gerne mit überzeugender Gestik und dem Ausruf „Ach die Weiber“ taten. Wie ein Liebespaar tanzten Mäsing und Vriezen als Hanna und Danilo im Duett „Lippen schweigen“ und plötzlich forderte der Dirigent sogar das Publikum auf, mitzusummen.

Auch im abschließenden Grisettenlied – die Zugabe nach viel Applaus – wurden die Zuhörer durch Klatschen eingebunden und befanden sich leider schon am Ende eines munteren Konzertabends, dessen Musik mit eleganter Leichtigkeit erfrischte. (Bericht der Münsterland-Zeitung vom 09.02.2012)

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