Stabat mater von Dvorak

„Stabat mater dolorosa“ so lautet der Beginn des mittelalterlichen Gedichtes, das die Schmerzen der Gottesmutter Maria beschreibt. Vor dem Kreuze stehend, muss sie die Leiden und den Tod ihres Sohnes mit ansehen.

Mehrfach wurde dieses Gedicht vertont. Bei Dvorak war die Komposition auch eigene Trauerarbeit. Seine drei Kinder waren in den Jahren 1875-1877 verstorben. Wie kaum ein anderer konnte er wohl den Schmerz der Gottesmutter, die um ihr Kind weint, nachvollziehen.

Dennoch klingen auch in dieser Schmerzensmusik typische Klänge durch, die teilweise schon fast an einen Polkatanz erinnern. Dies war durchaus beabsichtigt. In Zeiten, in denen die Nationalität in der Musik eine immer größere Rolle einnahm, schuf Dvorak das Werk als erstes großes tschechisches Oratorium. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1880 in Prag statt.

Mit dem großen für den Konzertsaal angelegten Werk hatte Dvorak auch international Erfolg. Der Durchbruch gelang ihm mit der durch die Aufführung in der Royal Albert Hall mit mehr als 1000 Beteiligten im Jahre 1884. Die Engländer waren schon zu Händels Zeiten große Oratorienliebnhaber und so erlebten 8000 Zuhörer dieses Massenevent.

Wer sich über das Werk und den Komponisten informieren möchte, wird bei wikipedia schnell fündig:

Antonín_Dvořák_31.7.1870 Titelblatt

 

 

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