Dramatische Inszenierung der „Johannes Passion“

STADTLOHN. An vielen Orten finden zur Fastenzeit Passionsspiele- und -konzerte statt, so auch am Karfreitag in der Stadtlohner Josefskirche. Johann Sebastian Bachs Johannespassion erklang dort dramatisch und als packende Inszenierung geleitet von Konzertmeister und Dirigent Eric Kotterink. Von Hanne Feldhaus-Tenhumberg

Der Euregiochor, das Kurion-Orchstester samt der Gambistin Antje Plieg-Oemig, der versierte Gijs van Schonhooven an der Orgel, sowie die fünf Gesangssolisten fesselten das Publikum mit nuancierter Dynamik und großer Klangqualität. Trotz der modernen Instrumente spielte das Orchester vibratoarm im klaren Barockstil.

Erfürchtige Schauer
Eingangs von den Instrumentalisten ertönten die eindringlichen Tonrepititionen, dann Umspielungen bis schließlich der Chor einsetzte. „Herr, unser Herrscher“ ließ den Zuhörer ehrfürchtig vor Bachs Tonwerk erschauern. Als Evangelist hatte Tenor Christoph Wittmann einiges zu rezitieren. In der Rolle von Jesus setzte der Bariton Christian Dahm Zeichen: „Er ist ein Herrscher, aber nicht von dieser Welt“. Der Bariton Serg Novique als Pilatus hätte Jesus lieber freigelassen, doch dieser will seinen Weg gehen. José Scholten (Alt) mit reichem Vibrato wurde von den Tiefen des Fagotts in der Arie „Von den Stricken meiner Sünden“ getragen.

Stehende Ovationen
Judith Hoffmann interpretierte mit klarem Sopran die Arie „Zerfließe mein Herz“ so innig, dass die Herzen der Zuhörer ebenfalls dahin schmelzen. Der Abschlusschoral „Ruhet wohl“ und das finale Miteinander nehmen die Anwesenden nach stehenden Ovationen gerne in Gedanken mit nach Hause. (Quelle: Münsterland-Zeitung)

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„Johannes Passion“ von Johann Sebastian Bach am 22.04.2011

Die Johannes Passion haben wir am Karfreitag, dem 22. April 2011, in der kath. Kirche St. Joseph in Stadtlohn aufgeführt.

Oratorienchor brilliert mit Bach-Kantate

STADTLOHN Dem großen Oratorienchor der VHS mit Solisten und den Instrumentalisten des Kourion-Orchesters aus Münster ist unter der Leitung von Eric Kotterink die Integration einer der bekanntesten Bach-Kantaten in die sonntägliche Eucharistiefeier des zweiten Advent wunderbar gelungen. Von Susanne Dierking

Zur Einführung begrüßte Pfarrer Stefan Jürgens neben den Mitwirkenden die große Zahl der Gottesdienstbesucher in der St. Otger-Kirche und erklärte, dass diese Kantate des Komponisten Johann Sebastian Bach das Kirchenlied „Wachet auf ruft uns die Stimme“ zum Thema habe, ein Lied von der Wiederkunft des Herrn, das zu einem Adventslied geworden sei und Schrifttexte Grundlagen für Choral und Kantate seien.Der feierlich beschwingte Rhythmus des ersten Chorals, vom Chor mit stimmlicher Brillanz gesungen, deutete an: Christus kommt auf uns zu, er, der König der ganzen Welt. Zum Klang der Violinen sangen Sopranistin Sonja Mäsing höhensicher mit schönem Timbre und Gregor Stachowiak mit sonoren Bassstimme im Duett vom Zusammentreffen der Braut Kirche, die mit Sehnsucht auf ihre Vollendung warte und dem Bräutigam Christus, der seine Kirche liebt und zum himmlischen Hochzeitsmahl führen will.

Vereinigung von Christus und seiner Kirche
Wie ein Jubelruf der Freude klang der Choral „Zion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr vor Freude springen“, der ein Bild freudiger Erwartung beschrieb. In einem Rezitativ kündigte Solo-Tenor Rudolf Kleyboldt mit ausdrucksvoller Stimme die Ankunft des Bräutigams an, und in einem Duett von Sopran und Bass feierten die beiden Solisten dann überzeugend die Vereinigung von Christus und seiner Kirche. Vom Orgelspiel des Kantors Adalbert Walczak begleitet setzte Pfarrer Jürgens die Messe fort und die Gemeinde sang zur Danksagung „Tauet Himmel den Gerechten“.

Hohes Lob und langer Beifall
Der Schlusschoral „Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen“ überwältigend schön von Chor und Orchester in Harmonie musiziert, weckte nicht zuletzt durch die Klangpracht Bach’scher Musik Vorfreude auf den Himmel. Hohes Lob und langer Beifall waren der Dank der St. Otger-Gemeinde für diesen feierlichen Gottesdienst. (Quelle: Münsterland-Zeitung)